Am Dienstagabend ist der Polizei Köln ein erneuter Schlag gegen die offene Drogenkriminalität am Ebertplatz gelungen. Gegen 19.30 Uhr nahmen Zivilkräfte der Ermittlungsgruppe City einen 25-jährigen Mann aus Wuppertal fest, der auf dem bekannten Kriminalitätsschwerpunkt nach potenziellen Käufern Ausschau hielt. Der junge Mann war den Beamten aufgrund seines verdächtigen Verhaltens ins Auge gefallen – und ist kein Unbekannter: Er ist bereits mehrfach wegen Drogendelikten polizeilich in Erscheinung getreten.
Bei der Kontrolle fanden die Einsatzkräfte mehrere Ecstasy-Tabletten, eine geringe Menge Amphetamin sowie verkaufsfertig verpacktes Cannabis in den persönlichen Sachen des Verdächtigen. Zudem stellten sie mehrere Mobiltelefone und eine nicht unerhebliche Summe mutmaßlichen Dealgelds sicher. Die Staatsanwaltschaft reagierte umgehend und ordnete eine Durchsuchung der Wohnung des Mannes an.
Die Durchsuchung bestätigte den dringenden Tatverdacht: In den Räumen des 25-Jährigen stießen die Ermittler auf rund 90 weitere Ecstasy-Tabletten, über 800 Gramm Amphetamin sowie Kokain in nicht geringer Menge. Auch mehrere tausend Euro Bargeld, mutmaßlich aus Drogengeschäften stammend, wurden sichergestellt. Die Funde unterstreichen die professionelle Struktur des mutmaßlichen Drogenhandels, dem der Mann nachgeht.
Der Festgenommene, der laut Polizei der Ermittlungsgruppe City seit längerer Zeit bekannt ist, soll noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Kölner Polizei wertet den Einsatz als weiteren Erfolg im Rahmen der intensiven Maßnahmen zur Eindämmung der offenen Drogenkriminalität am Ebertplatz – einem Brennpunkt, der seit Jahren im Fokus von Polizei und Stadtverwaltung steht.
Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere wird geprüft, ob der 25-Jährige Teil eines größeren Dealer-Netzwerks ist. Die Polizei Köln kündigte unterdessen an, die Präsenz am Ebertplatz auch in den kommenden Wochen aufrechtzuerhalten und konsequent gegen den Drogenhandel vorzugehen.