Drogen-Razzia Köln: Großeinsatz gegen mutmaßliche Drogenbande
Mit einem koordinierten Zugriff in den frühen Morgenstunden des 1. April hat die Polizei im rechtsrheinischen Köln sowie in Rösrath und Euskirchen ein mutmaßliches Netzwerk des banden- und gewerbsmäßigen Drogenhandels zerschlagen. Sechs Haftbefehle wurden vollstreckt, elf Objekte durchsucht – der Einsatz war das Ergebnis monatelanger Ermittlungen und enger Zusammenarbeit zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft.
Im Visier der Ermittler standen sieben Männer im Alter zwischen 37 und 42 Jahren, gegen die das Amtsgericht Köln bereits Untersuchungshaft angeordnet hatte. Gegen sechs von ihnen wurden die Haftbefehle erfolgreich vollzogen. Die Durchsuchungen, die zur Stunde noch andauern, richteten sich gegen Wohnräume und Fahrzeuge.



Im Fokus der Ermittlungen stehen zwei Gruppierungen, deren Mitglieder verschiedener Herkunft – darunter deutsche, niederländische, türkische und deutsch-russische Abstammung – seit mindestens 2020 in großem Stil mit Kokain, Cannabis und synthetischen Betäubungsmitteln gehandelt haben sollen. Nach Angaben der Behörden erfolgte der Vertrieb arbeitsteilig und professionell strukturiert, mit klar verteilten Rollen innerhalb der Gruppe.
Besonders brisant: Hinweise auf eine mögliche Bewaffnung einzelner Tatverdächtiger führten zur Beteiligung von Spezialeinheiten. Zwei Beschuldigte wurden bei dem Zugriff leicht verletzt – die Umstände ihres Widerstands sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Ein zentrales Element des kriminellen Geschäftsmodells war offenbar die eigene Herstellung und Einfuhr von Cannabis. Teile der sichergestellten Ware sollen in eigens betriebenen Plantagen erzeugt worden sein, anderes stammte aus dem europäischen Ausland, vermutlich aus den Niederlanden oder Spanien.
Die Polizei bewertete die Gruppe als besonders gefährlich und durchsetzungsstark im Drogenmilieu.