Am Samstagmittag sorgt ein seltenes Himmelsschauspiel für gespannte Blicke zum Firmament: Eine partielle Sonnenfinsternis zieht über Köln hinweg. Punkt 11:18 Uhr beginnt das kosmische Ereignis, bei dem sich der Mond vor die Sonne schiebt und diese teilweise verdunkelt. Rund 50 Minuten später, gegen 12:10 Uhr, erreicht die Finsternis ihren Höhepunkt – rund 19 Prozent der Sonnenscheibe sind dann vom Mond bedeckt. Gegen 13:10 Uhr ist das Spektakel beendet.
Ob Kölnerinnen und Kölner das Naturschauspiel mit eigenen Augen erleben können, ist jedoch ungewiss. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit einem durchwachsenen Wolkenbild über Nordrhein-Westfalen. Während im Nordwesten des Landes die besten Chancen auf freie Sicht bestehen, bleibt die Wetterlage im Rheinland labil. Zwar könnten sich über Köln einzelne Wolkenlücken auftun, doch eine klare Sicht ist keineswegs garantiert.
Der Blick gen Himmel bleibt somit ein Vabanquespiel. Wer auf einen Blick zur Sonne hofft, sollte vorbereitet sein – mit geeigneter Schutzbrille und einem wachen Blick für Wolkenbewegungen. Denn nur dort, wo sich kurzzeitig der Himmel öffnet, lässt sich das Schauspiel zumindest schemenhaft erahnen. Astronomiefans und Fotografen müssen flexibel reagieren: spontane Lücken in der Wolkendecke könnten binnen Minuten über Sicht oder Verzicht entscheiden.
In der Region wächst die Spannung. Beobachtungsstellen und Sternwarten bereiten sich dennoch auf Besucher vor, selbst wenn sich das Schauspiel nur als Lichtveränderung am Himmel bemerkbar macht. Die letzte vergleichbare partielle Sonnenfinsternis dieser Größenordnung war im Jahr 2015 in Köln zu sehen – damals allerdings bei deutlich besseren Wetterverhältnissen.
Die nächste Chance auf eine Sonnenfinsternis in Köln lässt lange auf sich warten. Umso größer ist der Reiz des Moments – selbst wenn dieser nur durch graue Wolkenschleier hindurch schimmert.